Gedanken zur Musik  
     
  Ernst Theodor Amadeus Hoffmann:
Die Musik schließt dem Menschen ein unbekanntes Reich auf, eine Welt, die nichts gemein hat mit der äußeren Sinnenwelt, die ihn umgibt und in der er alle bestimmten Gefühle zurücklässt, um sich einer unaussprechlichen Sehnsucht hinzugeben.
     
     
  Elly Ney:
Wenn der Künstler nicht lernt, seine subjektiven, menschlichen Wünsche zu überwinden, und das Kunstwerk objektiv, rein geistig zu betrachten, kann seine künstlerische Darbietung niemals das Ursprüngliche einer echten Schöpfung wiedergeben.
Musik ist vielmehr als ein sinnliches Ereignis für die Ohren. Mit den Ohren allein zu hören, genügt nicht. Es gilt, den tieferen Sinn der Musikwerke zu erfassen, ihn zu erkennen und aufzunehmen. Ein ganzes Leben gehört dazu, und die Fähigkeit, alles, was in der Musik gesagt wird, im Leben selbst zu sehen und diese Werte auch in anderen Künsten zu erkennen.
Das Wesentliche in der Musik ist unaussprechbar. Es ist jenseits von Technik, Tonkultur, Präzision, Tempo und Dynamik. Obgleich dies alles wichtige Faktoren sind, so dürfen sie nur als Mittel zum Zweck dienen. Der Zweck aber ist der Sinn, d.h. der Geist, der dahinter steckt und offenbart werden muss. Wenn das Herz Kraft hat, so wird es mit Geist und Seele ein Ganzes formen.
 
     
     
  Felix Mendelssohn Bartholdy:
Es wird so viel über Musik gesprochen und so wenig gesagt. Ich glaube überhaupt, die Worte reichen nicht hin zu, und fände ich, daß sie hinreichten, so würde ich am Ende keine Musik mehr machen.
     
     
  Hildegard von Bingen:
In der Musik hat Gott den Menschen die Erinnerung an das verlorenen Paradies hinterlassen.
     
     
  Zoltan Kodály:
Wir wissen, dass eine tägliche Beschäftigung mit Musik den Geist so sehr erfrischt, dass er dann für alle anderen Gegenstände mehr Empfänglichkeit zeigt.
 
     
     
E.T.A. Hoffmann:
Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an.
     
     
Henry Wadsworth Longfellow:
Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit.
 
     
     
Victor Hugo:
Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist. 
     
     
  Glenn Gould:
Der Zweck der Kunst ist nicht die Auslösung einer kurzzeitigen Adrenalinausschüttung, sondern vielmehr die allmähliche, ein Leben lang dauernde Schaffung eines Zustandes des Staunens und der Heiterkeit.
 
     
     
  Joseph von Eichendorff:
Schläft ein Lied in allen Dingen,
die da träumen fort und fort,
und die Welt hebt an zu singen,
triffst du nur das Zauberwort.
     
     
  Ludwig Uhland:
Singe, wem Gesang gegeben!
 
     
     
  Gustav Mahler:
Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.
     
     
  Heinrich von Kleist:
Ich betrachte die Musik als die Wurzel aller übrigen Künste.
     
     
  August Wilhelm Ambros:
Musik ist die größte Malerin von Seelenzuständen und die allerschlechteste für materielle Gegenstände.
 
     
     
Johann Wolfgang von Goethe (an Ferdinand Hiller):
Ein Talent, das jedem frommt,
hast du in Besitz genommen.
Wer mit holden Tönen kommt,
überall ist der willkommen.
     
     
  Johann Wolfgang von Goethe (in Wilhelm Meisters Wanderjahre II):
Die Heiligkeit der Kirchenmusiken, das Heitere und Neckische der Volksmelodien sind die beiden Angeln, um die sich die wahre Musik herumdreht. Auf diesen beiden Punkten beweist sie jederzeit eine unausbleibliche Wirkung: Andacht oder Tanz.
     
     
  Richard Wagner:
Der Gesang ist die in höchster Leidenschaft erregte Rede. Die Musik ist die Sprache der Leidenschaft.
 
     
     
  Eph 5,19:
Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in euren Herzen.
     
     
  Elmar Kupke:
Musik ist Sehnsucht des Menschen nach einem Himmel in seiner Seele…
     
     
  Thomas Carlyle:
Die Musik wird treffend als die Sprache der Engel beschrieben.